Die sprachliche Vielfalt steht im Zentrum der nachhaltigen Entwicklung

Von Ludwig Wittgenstein stammt die Aussage: „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“

Sogar in unserer globalisierten Welt erscheint das Wort des Philosophen als glaubwürdige Tatsache. Wer nur eine Sprache versteht kann auch nur eine Art des Seins erfassen. Für ein wahres Verständnis anderer Kulturen muss man deren Sprachen verstehen.

Wir bei ESL wissen, dass das Erlernen einer Sprache mit vollständigem Eintauchen die Türe zur Kultur öffnet, in der sie gesprochen wird. Lernen geht dann weit über Wortschatz und Grammatik hinaus. Wenn man eine Sprache beherrscht, die lokalen Zeitungen lesen, einem Gespräch in einer Bar folgen und die Nuancen des örtlichen Humors verstehen kann… dann erfasst man den vollen Umfang des Nutzens von Lernen mit totalem Eintauchen. Dazu kommt das Vergnügen, Fortschritte in der Sprache mit ortsansässigen Freunden und Menschen aus aller Welt zu machen.

Krister Weidenhielm ist Product Director bei ESL und sagt: „Eine offene Welt braucht eine offene Kultur. Es geht hier nicht um den Aufbau einer unikalen Kultur. Ganz im Gegenteil: das gesamte Kapital an kulturellen Unterschieden, welches auf unseren Sprachen beruht, ist ein aktives Ökosystem, mit dem wir leben und eine Artenvielfalt, die wir schützen müssen.“

Wer eine Sprache lernt muss sich selbst den Herausforderungen stellen und quer denken lernen. Diese beiden Aspekte sind tatsächlich von zentraler Bedeutung bei der Erstellung einer nachhaltigen Zukunft. Darüber hinaus hängt der humane Aspekt der nachhaltigen Entwicklung von der Fähigkeit der Menschen ab, sich gegenseitig zu verstehen und ihre Erfahrungen und Ideen zu teilen.

Ohne eine gemeinsam gesprochene Sprache ist gegenseitiges Verständnis schwierig. Das heißt jedoch nicht, dass man mit dem Lernen einer Verkehrssprache wie Englisch, Französisch oder Spanisch den Job als getan auffassen könnte. Sprachenvielfalt bedeutet Reichtum. Ohne diese Vielfalt gelangen wir auf einen unilateralen Denkweg – und die Geschichte hat die Gefahr eines solchen Denkens mehrfach aufgezeigt.

Eine Sprache beinhaltet Geschichte gleichermaßen wie Grammatik und Wortschatz. Wenn eine Sprache ausstirbt besteht die Gefahr, dass ein Teil der Geschichte mit ihr verschwindet. Und Sprachen sterben regelmäßig aus, weltweit.

Amerikanische Muttersprachen verschwinden in beiden Amerikas, die Aborigine Sprachen in Australien erleben denselben Niedergang. Die Sprachen der Kolonialmachten ersetzen die ursprünglichen Idiome. Das Sprachensterben findet jedoch nicht nur in ehemaligen Kolonien statt. Aus verschiedensten Gründen gehören auch Kornisch, Bretonisch und Gälisch auf der Insel Man zu den bedrohten Sprachen in einer kleinen Ecke im Westen Europas. Sprachen lernen verleiht auch diesen Sprachen ein längeres Leben.

Während die meisten der von ESL angebotenen Sprachen in keiner Weise vom baldigen Aussterben bedroht sind lohnt es sich dennoch, über den sozialen Nutzen des Lernens von Fremdsprachen mit vollständigem Eintauchen nachzudenken. Nach ihrer Heimkehr aus einem Sprachaufenthalt teilen uns unsere Studenten immer wieder mit, dass sie zu dem Land, das sie aufgenommen hat, eine besondere Beziehung geknüpft haben. Viele unserer Mitarbeitenden können dies anhand ihrer eigenen Erfahrungen mit Sprachreisen im Ausland bestätigen. Auf einer Sprachreise im Ausland lernt man weit mehr als nur die Sprache.

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