Britischer oder amerikanischer Akzent: Sie haben die Wahl

Alle, die Englisch lernen werden eines Tages vor die Wahl gestellt: soll ich den amerikanischen oder den britischen Akzent annehmen? Hollywood-Glamour oder Londoner Raffinesse? „Wolf of Wall Street“ oder Downing Street?

Die Qual der Wahl…

Es gibt selbstverständlich wichtigere Elemente, die beim Lernen der englischen Sprache in Betracht gezogen werden müssen, doch viele Leute begründen ihr Urteil über Personen anhand deren Akzente. Unterschätzen Sie also den Unterschied nicht, der die Wahl Ihres englischen Akzents ausmachen kann!

1.Option: der amerikanische Akzent

Das ist der populärste englische Akzent überhaupt. Er wurde dank Filme, Musik, Fernsehen aus den USA sowie 350 Millionen Nordamerikanern (darin sind auch die Kanadier enthalten) in der ganzen Welt verbreitet. Er ist für viele Menschen – Muttersprachler oder nicht – am einfachsten zu verstehen.

Dem amerikanischen Akzent haftet etwas Glamouröses an: Warum, denken Sie, übernehmen fast alle Sänger – sogar britische Bürger – beim Singen den amerikanischen Akzent?

Die Akzente Nordamerikas sind weniger vielfältig als jene Grossbritanniens, doch gibt es auch hier einige unterschiedliche Redensarten, von denen jene in Boston, New York und im Süden des Landes besonders bemerkenswert sind.

Das sagt ein amerikanischer Akzent über Sie:

Sie sind erfahren im Reisen und im internationalen Umfeld, Ihnen ist es sowohl in einer Grossstadt wie auch auf einer Ranch wohl. Sie konsumieren globale Kultur, kennen die neuesten Trends und informieren sich ständig über aktuelle Vorkommnisse in Ihrer Umgebung. Sie möchten auf der ganzen Welt verstanden werden.

Dafür: Die bedeutendste Form des globalen Englisch, wird weltweit von den meisten Menschen verstanden.

Dagegen: Die bedeutendste Form des globalen Englisch, wird weltweit von den meisten Menschen verstanden. … ist das nicht ein wenig langweilig?

2. Option: der britische Akzent

Was genau ist der britische Akzent? Es ist dies hier:

Oder dieses:

Oder dieses:

Oder höchstwahrscheinlich etwas wie das:

… und alle diese Akzente kommen aus England. Besuchen Sie Schottland, Wales und Irland/Nordirland, um zusätzliche Akzente kennenzulernen.

Für die meisten Menschen ist der britische Akzent jener der BBC. Diese Sprache wird allgemein als neutrale Form angenommen, ist jedoch das Englisch der reicheren Mittelklasse in den Bezirken um London. Es ist auch der Standardakzent der Bösewichte in den Hollywood-Filmen.

Das sagt ein britischer Akzent über Sie:

Sie verstehen Tradition, schätzen die schönen Dinge des Lebens und hören wahrscheinlich gerne gute Musik. Sie sind der Tradition des Gesprächs verpflichtet und geben den Eindruck, gut erzogen zu sein.

Dafür: Kultiviert, respektiert und oft als der anziehendste der englischen Akzente bezeichnet.

Dagegen: weltweit weniger gut verstanden, potenziell ein bisschen als snobistisch aufgefasst.

3. Option: Aussie/Kiwi/Südafrika

Australier und Neuseeländer lieben es, sich gegenseitig wegen verschiedenster Themen, darunter auch ihren Akzent, auf die Schippe zu nehmen.

Kiwis, die sich über Aussies lustig machen:

Aussies die sich über Kiwis lustig machen::

Dagegen hat der südafrikanische Akzent einen einzigartigen und unverwechselbaren Tonfall:

Diese Akzente sind weniger schnell identifizierbar als die nordamerikanischen und britischen Akzente, doch jeder von ihnen hat seine ganz besonderen Merkmale. Interessanterweise haben die Aussies/Kiwis die Tendenz, die Stimme am Ende eines Satzes anzuheben (das als „High Rising Terminal“ – HRT bekannte Phänomen wird in vielen Sprachen als Fragestellung angewandt), und diese Gewohnheit hat sich auch in anderen Varianten der englischen Sprache angesiedelt.

Das sagen diese Akzente über Sie:

Sie überlassen die britischen und amerikanischen Akzente den Massen. Sie haben sich für Ihren eigenen Weg entschieden, gehen über den Äquator weiter nach Süden und machen die Erfahrung eines neuen Lebensstils.

Dafür: Individualität. Rucksack auf Ihrem Rücken, Sie sind auf Abenteuerkurs.

Dagegen: Es wird Leute geben, die mit Ihnen über Kricket reden möchten. Seien Sie dafür vorbereitet!

4. Option: das Chamäleon

Sie nehmen einen amerikanischen Akzent an, wenn Sie mit Amerikanern sprechen, einen australischen Akzent im Gespräch mit Aussies und einen britischen Akzent in Konversationen mit Briten (und allen, die Sie bezaubern möchten).

Das dies über Sie aussagt:

Flexibel, kommunikativ, doch schwer greifbar. Ein Bürger der globalen Welt und äusserst vielseitig.

Dafür: Bezeugt Ihre Kenntnisse im Englisch, macht Sie zu einem angenehmen Gesprächspartner.

Dagegen: Wer sind Sie? Wer sind Sie wirklich? Wissen Sie überhaupt was noch kommt?

Welchen Akzent bevorzugen Sie: den amerikanischen, den britischen oder etwas vollkommen Neues?

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